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22.08.2021 17:13 - Hochzeitstag in Bagicz
Ein Wochenende am Ostsee
Da wir dieses Jahr, während den Urlaub in Italien aufgrund des schlechten Wetters nicht viel unternehmen konnten, haben wir entschieden, unser Glück zu versuchen und zu sehen, ob wir wenigstens ein paar Tage am Strand verbringen könnten, und damit unseren 17. Hochzeitstag zu feiern.
Da in Stralsund keine Unterkunft frei war, haben wir uns entschieden, nach Osten zu fliegen, zum polnischen Ostsee, genau gesagt nach Bagicz, wo wir schon waren.

Die Idee war, am 20.08. früh (dem Hochzeitstag) abzufliegen, drei Tage in Bagicz zu verbringen und am Sonntag, den 22.08. Abend zurück zu fliegen.
Leider hat uns das Wetter, das uns in Italien schon gehasst hat, weiterhin gehasst...
Am Freitagmorgen war das Wetter in Polen nicht so toll, aber laut Prognosen hätte es am Nachmittag deutlich besser werden sollen. Die Situation in Deutschland war auch nicht viel besser...
Wir flogen also kurz nach 15 Uhr ab. Die geplante Route war Kamenz - Frankfurt Oder - Szczecin - Bagicz.
Bis zur polnischen Grenze gab es keine Probleme und der Flug war entspannt, immer mit Rückenwind. Als wir aber in Polen ankamen, musste ich feststellten (besser: ich wusste es schon, hatte es aber vergessen...), dass man in Polen, um in eine Kontrollzone einzufliegen, einen Flugplan haben muss.
Eigentlich ist es so auch in Deutschland, aber die Lotsen öffnen still den Plan beim Einflug und schließen es beim Ausflug.
Jedenfalls hatten wir keinen Flugplan und der FIS Gdansk wollte keinen im Flug eröffnen...
Nun gab es nur noch eine Möglichkeit: nach Osten abzubiegen und die Kontrollzone von Szczecin Goleniów zu vermeiden. Und so haben wir auch gemacht.
Inzwischen sind aber die Wolken immer dichter und tiefer geworden, so dass wir etwas östlicher Szczecin nur 800 Fuß hoch waren, und keine Hoffnung gab, dass die Wolken aufsteigen würden.
Ich habe daher die FIS um Rat gebeten und sie meinten, dass das Wetter in Szczecin besser sei und wir sollten deswegen dorthin fliegen. Sie sagten uns auch, dass sie den Flug durch die Kontrollzone Szczecin koordinieren werden. Also gut, aber wenn wir das früher gewusst hätten, hätten wir den Umweg erspart.
Wir sind dann über die Wolken gestiegen (wo, wie Reinhard Mey sagt, die Freiheit grenzenlos ist) und fliegen in Abstimmung mit Gdansk über Szczecin.

Jedenfalls habe ich vor dem Einsteigen noch einige Freunde angeschrieben, die schon in Bagicz waren, um nach dem Wetter zu fragen.
Es wäre ziemlich schlecht gewesen, über dem Flugplatz zu kommen, und nicht landen können, weil kein Loch in den Wolken gibt.
Auf jeden Fall, auch wenn sie in dem Moment nicht in Bagicz waren, haben sie uns gesagt, dass die Lage im Norden besser ist, also los geht's!
Tatsächlich ging der Flug nach diesen Anfangsschwierigkeiten gut voran und kurz nach Szczecin öffneten sich die Wolken, so dass wir wieder sinken konnten.
Nach einem Flug von etwas mehr als zwei Stunden landeten wir in Bagicz und fanden die "Deutsche Gruppe" (einige Piloten, die schon eine Woche dort waren und mit denen wir uns bereits verabredet hatten, zur Tankstelle zu fahren und Benzin zu kaufen):

Nachdem wir uns gegrüßt haben (und viel gequatscht...), die Flugzeuge gut verankert und den Sprit gekauft, gingen wir in das Zimmer direkt am Flugplatz.
Über diese Räume hatte ich schon vor drei Jahren geschrieben. Sie sind in einem ehemaligen sowjetischen Militärgebäude, das nach dem Krieg gebaut wurde und haben nur zwei Vorteile: sie sind billig und sie waren frei...
Da wir den Flug leider ziemlich spät organisieren mussten (ich wiederhole: wir wollten ursprünglich nach Stralsund), war das Zimmer, in dem wir letztes Jahr übernachtet hatten, schon belegt.
Die renovierte Ferienwohnung am Flugplatz (viel besser) war leider auch schon gebucht, so dass wir uns begnügen mussten. Für zwei Nächte ging es noch...
Danach sind nach Sianożęty gefahren, denn es war Zeit für den Abendessen. Leider war das Restaurant, das wir vor drei Jahren kennengelernt haben und in dem wir auch letztes Jahr gut gegessen haben, dieses Jahr geschlossen. Die Gründe sind unbekannt, da es kein Schild gab.
Wir mussten also den Hochzeitstag mit einem Sandwich feiern...
Und es hat auch angefangen zu regnen...
Am nächsten Tag, dem Samstag, war das Wetter, trotz der Temperatur um die 15°, hervorragend, also starteten wir den Tag mit einem Spaziergang am Strand:

Danach sind wir mit den Fahrrädern, die wir am Flugplatz gemietet hatten (und die viel bessere Zeiten gesehen hatten, vor allem eins, für das sich der Flugplatzdirektor nicht traute, Geld dafür zu verlangen...) und machten uns auf die Suche nach einem anderen Restaurant.
Wir haben es auch gefunden und ziemlich gut gegessen, obwohl es leider nicht so gut ist wie letztes Jahr. Wir konnten uns aber nicht wirklich beschweren...
Nach dem Mittagessen gingen wir wieder an den Strand. Meine Frau hat sich sogar ins Wasser getraut. Für mich hat es gereicht, die Füße ins Wasser zu stellen... Das Wasser war nicht allzu kalt, aber ehrlich gesagt, obwohl jemand das gemacht hat, hätte ich mich nicht getraut, noch zu baden...
Habe ich schon erwähnt, dass uns das Wetter dieses Jahr besonders gehasst hat? Wenn ich es noch nicht gesagt habe, sage ich es jetzt...
Am Abend beschlossen wir (ich wollte das schon seit einigen Jahren machen) den Sonnenuntergang über dem Meer zu fotografieren. Natürlich aus der Luft.
Wir sind dann ein paar Minuten nach 20 Uhr abgeflogen (Sonnenuntergang war um 20:14 Uhr) und konnten einige Fotos machen, einige davon sehr suggestiv:

Nun kommen wir zum Sonntag. Der Plan war, wie ich schon am Anfang geschrieben hatte, den Vormittag am Strand zu verbringen, etwas zu essen und gegen 15 Uhr abzufliegen.
Leider sehen wir gleich nach dem Frühstück, während ich das Wetter prüfe, dass es im Norden Polens den größten Teil des Tages ausgezeichnet sein wird, aber in Zentrum Polen und in Deutschland waren Gewitter zu erwarten.
Da mir dieses Jahr ein Erlebnis mit Gewitter reichte (in Italien...), entschieden wir uns gleich nach dem Frühstück abzufliegen, ohne noch ein letztes Mal an den Strand gehen zu können.
Ich habe aber es wenigstens geschafft, ein Foto des Strandes zu machen:

Der Flug verlief reibungslos. Das Flugzeug flog praktisch von selbst. Für den ganzen Flug in Polen hatten wir 5-10 km/h Rückenwind, der dann 20 km/h Gegenwind geworden ist, sobald wir die Grenze überquerten...
Nach der Erfahrung vom Freitag hatte ich den Rückflug außerhalb der Kontrollzone von Szczecin Goleniów geplant, aber der FIS Gdansk, bei dem ich mich natürlich angemeldet hatte, sagte mir, dass wir, wenn wir es wollten, die Kontrollzone durchfliegen durften und sie würden den Durchflug koordinieren.
Nun, da wir auf diese Weise einen unnötigen Umweg sparen, tun wir es...
Wir flogen also weiter, blieben immer auf 3500 ft und kamen in Deutschland an. Hier hatten wir, wie gesagt, Gegenwind, aber trotzdem immer machbar. Der Wind war konstant, so dass der Flug trotzdem sehr entspannt geblieben ist.
Wir sind dann über den seit Jahren geschlossenen ehemaligen Militärflughafen Cottbus geflogen:

Schließlich kamen wir in die Nähe von Kamenz.
Die Landung war nicht die einfachste. Der Wind war quer und böig, aber jeder Pilot mit etwas Erfahrung sollte schaffen mit solchen Bedingungen zu landen.
Der Flug war damit offiziell beendet. Wir haben ungefähr zweieinhalb Stunden gebraucht.
Damit ging auch dieses Festwochenende zu Ende.
Wir werden es auf jeden Fall wiederholen, vielleicht schon nächstes Jahr. Ich werde aber nach einer besseren Unterkunft suchen, aber mit einem Jahr Zeit sollte es kein großes Problem sein.
Bagicz ist ein Flugplatz, den ich jedem empfehlen kann! Das Personal ist sehr nett und spricht gut Englisch, teilweise sogar passables Deutsch.
Der Strand ist sehr schön und nur 10 Minuten zu Fuß vom Flugplatz entfernt. Die Piste ist in ausgezeichnetem Zustand.
Da in Stralsund keine Unterkunft frei war, haben wir uns entschieden, nach Osten zu fliegen, zum polnischen Ostsee, genau gesagt nach Bagicz, wo wir schon waren.

Die Idee war, am 20.08. früh (dem Hochzeitstag) abzufliegen, drei Tage in Bagicz zu verbringen und am Sonntag, den 22.08. Abend zurück zu fliegen.
Leider hat uns das Wetter, das uns in Italien schon gehasst hat, weiterhin gehasst...
Am Freitagmorgen war das Wetter in Polen nicht so toll, aber laut Prognosen hätte es am Nachmittag deutlich besser werden sollen. Die Situation in Deutschland war auch nicht viel besser...
Wir flogen also kurz nach 15 Uhr ab. Die geplante Route war Kamenz - Frankfurt Oder - Szczecin - Bagicz.
Bis zur polnischen Grenze gab es keine Probleme und der Flug war entspannt, immer mit Rückenwind. Als wir aber in Polen ankamen, musste ich feststellten (besser: ich wusste es schon, hatte es aber vergessen...), dass man in Polen, um in eine Kontrollzone einzufliegen, einen Flugplan haben muss.
Eigentlich ist es so auch in Deutschland, aber die Lotsen öffnen still den Plan beim Einflug und schließen es beim Ausflug.
Jedenfalls hatten wir keinen Flugplan und der FIS Gdansk wollte keinen im Flug eröffnen...
Nun gab es nur noch eine Möglichkeit: nach Osten abzubiegen und die Kontrollzone von Szczecin Goleniów zu vermeiden. Und so haben wir auch gemacht.
Inzwischen sind aber die Wolken immer dichter und tiefer geworden, so dass wir etwas östlicher Szczecin nur 800 Fuß hoch waren, und keine Hoffnung gab, dass die Wolken aufsteigen würden.
Ich habe daher die FIS um Rat gebeten und sie meinten, dass das Wetter in Szczecin besser sei und wir sollten deswegen dorthin fliegen. Sie sagten uns auch, dass sie den Flug durch die Kontrollzone Szczecin koordinieren werden. Also gut, aber wenn wir das früher gewusst hätten, hätten wir den Umweg erspart.
Wir sind dann über die Wolken gestiegen (wo, wie Reinhard Mey sagt, die Freiheit grenzenlos ist) und fliegen in Abstimmung mit Gdansk über Szczecin.

Jedenfalls habe ich vor dem Einsteigen noch einige Freunde angeschrieben, die schon in Bagicz waren, um nach dem Wetter zu fragen.
Es wäre ziemlich schlecht gewesen, über dem Flugplatz zu kommen, und nicht landen können, weil kein Loch in den Wolken gibt.
Auf jeden Fall, auch wenn sie in dem Moment nicht in Bagicz waren, haben sie uns gesagt, dass die Lage im Norden besser ist, also los geht's!
Tatsächlich ging der Flug nach diesen Anfangsschwierigkeiten gut voran und kurz nach Szczecin öffneten sich die Wolken, so dass wir wieder sinken konnten.
Nach einem Flug von etwas mehr als zwei Stunden landeten wir in Bagicz und fanden die "Deutsche Gruppe" (einige Piloten, die schon eine Woche dort waren und mit denen wir uns bereits verabredet hatten, zur Tankstelle zu fahren und Benzin zu kaufen):

Nachdem wir uns gegrüßt haben (und viel gequatscht...), die Flugzeuge gut verankert und den Sprit gekauft, gingen wir in das Zimmer direkt am Flugplatz.
Über diese Räume hatte ich schon vor drei Jahren geschrieben. Sie sind in einem ehemaligen sowjetischen Militärgebäude, das nach dem Krieg gebaut wurde und haben nur zwei Vorteile: sie sind billig und sie waren frei...
Da wir den Flug leider ziemlich spät organisieren mussten (ich wiederhole: wir wollten ursprünglich nach Stralsund), war das Zimmer, in dem wir letztes Jahr übernachtet hatten, schon belegt.
Die renovierte Ferienwohnung am Flugplatz (viel besser) war leider auch schon gebucht, so dass wir uns begnügen mussten. Für zwei Nächte ging es noch...
Danach sind nach Sianożęty gefahren, denn es war Zeit für den Abendessen. Leider war das Restaurant, das wir vor drei Jahren kennengelernt haben und in dem wir auch letztes Jahr gut gegessen haben, dieses Jahr geschlossen. Die Gründe sind unbekannt, da es kein Schild gab.
Wir mussten also den Hochzeitstag mit einem Sandwich feiern...

Und es hat auch angefangen zu regnen...
Am nächsten Tag, dem Samstag, war das Wetter, trotz der Temperatur um die 15°, hervorragend, also starteten wir den Tag mit einem Spaziergang am Strand:

Danach sind wir mit den Fahrrädern, die wir am Flugplatz gemietet hatten (und die viel bessere Zeiten gesehen hatten, vor allem eins, für das sich der Flugplatzdirektor nicht traute, Geld dafür zu verlangen...) und machten uns auf die Suche nach einem anderen Restaurant.
Wir haben es auch gefunden und ziemlich gut gegessen, obwohl es leider nicht so gut ist wie letztes Jahr. Wir konnten uns aber nicht wirklich beschweren...
Nach dem Mittagessen gingen wir wieder an den Strand. Meine Frau hat sich sogar ins Wasser getraut. Für mich hat es gereicht, die Füße ins Wasser zu stellen... Das Wasser war nicht allzu kalt, aber ehrlich gesagt, obwohl jemand das gemacht hat, hätte ich mich nicht getraut, noch zu baden...
Habe ich schon erwähnt, dass uns das Wetter dieses Jahr besonders gehasst hat? Wenn ich es noch nicht gesagt habe, sage ich es jetzt...
Am Abend beschlossen wir (ich wollte das schon seit einigen Jahren machen) den Sonnenuntergang über dem Meer zu fotografieren. Natürlich aus der Luft.
Wir sind dann ein paar Minuten nach 20 Uhr abgeflogen (Sonnenuntergang war um 20:14 Uhr) und konnten einige Fotos machen, einige davon sehr suggestiv:

Nun kommen wir zum Sonntag. Der Plan war, wie ich schon am Anfang geschrieben hatte, den Vormittag am Strand zu verbringen, etwas zu essen und gegen 15 Uhr abzufliegen.
Leider sehen wir gleich nach dem Frühstück, während ich das Wetter prüfe, dass es im Norden Polens den größten Teil des Tages ausgezeichnet sein wird, aber in Zentrum Polen und in Deutschland waren Gewitter zu erwarten.
Da mir dieses Jahr ein Erlebnis mit Gewitter reichte (in Italien...), entschieden wir uns gleich nach dem Frühstück abzufliegen, ohne noch ein letztes Mal an den Strand gehen zu können.
Ich habe aber es wenigstens geschafft, ein Foto des Strandes zu machen:

Der Flug verlief reibungslos. Das Flugzeug flog praktisch von selbst. Für den ganzen Flug in Polen hatten wir 5-10 km/h Rückenwind, der dann 20 km/h Gegenwind geworden ist, sobald wir die Grenze überquerten...

Nach der Erfahrung vom Freitag hatte ich den Rückflug außerhalb der Kontrollzone von Szczecin Goleniów geplant, aber der FIS Gdansk, bei dem ich mich natürlich angemeldet hatte, sagte mir, dass wir, wenn wir es wollten, die Kontrollzone durchfliegen durften und sie würden den Durchflug koordinieren.
Nun, da wir auf diese Weise einen unnötigen Umweg sparen, tun wir es...
Wir flogen also weiter, blieben immer auf 3500 ft und kamen in Deutschland an. Hier hatten wir, wie gesagt, Gegenwind, aber trotzdem immer machbar. Der Wind war konstant, so dass der Flug trotzdem sehr entspannt geblieben ist.
Wir sind dann über den seit Jahren geschlossenen ehemaligen Militärflughafen Cottbus geflogen:

Schließlich kamen wir in die Nähe von Kamenz.
Die Landung war nicht die einfachste. Der Wind war quer und böig, aber jeder Pilot mit etwas Erfahrung sollte schaffen mit solchen Bedingungen zu landen.
Der Flug war damit offiziell beendet. Wir haben ungefähr zweieinhalb Stunden gebraucht.
Damit ging auch dieses Festwochenende zu Ende.
Wir werden es auf jeden Fall wiederholen, vielleicht schon nächstes Jahr. Ich werde aber nach einer besseren Unterkunft suchen, aber mit einem Jahr Zeit sollte es kein großes Problem sein.
Bagicz ist ein Flugplatz, den ich jedem empfehlen kann! Das Personal ist sehr nett und spricht gut Englisch, teilweise sogar passables Deutsch.
Der Strand ist sehr schön und nur 10 Minuten zu Fuß vom Flugplatz entfernt. Die Piste ist in ausgezeichnetem Zustand.
09.08.2021 11:50 - Flugurlaub 2021
Im sehr regnerischen Italien
Auch dieses Jahr haben wir uns entschieden, das Flugzeug für unseren Urlaub zu nutzen.
Wir haben auch noch entschieden, wieder nach Italien zu fliegen, um Freunde und Verwandte zu besuchen und einige Geburtstage zu feiern.
Wir haben diese Tour bereits vor zwei Jahren gemacht. Nach den Erfahrungen (und Fehlern!) des letzten Mals haben wir die Route leicht geändert.
Andere Veränderungen wurden vom Wetter beschlossen, das uns dieses Jahr besonders hasste...
Da ich vor zwei Jahren gesehen habe, dass ein Zwischenstopp in Österreich den Flug nur verlängert, ohne Vorteile zu bringen, haben wir uns entschieden, die Strecke an einem Tag zu fliegen.
Um so früh wie möglich die Alpen zu passieren, haben wir entschieden, nicht von Kamenz (wo man viel Geld bezahlen muss, damit man um 6 Uhr starten kann), sondern von Pirna zu starten, wo für eine kleine Spende der Flugleiter um 6 Uhr für uns am Flugplatz war.
Auch das Ziel war anders. Anstatt in Cerrione zu landen, haben wir entschieden, in Montalto Dora, in der Nähe von Ivrea, zu landen. Etwas unbequemer zu erreichen vom Haus meiner Eltern, aber viel billiger (Vor zwei Jahren hat uns Cerrione für Landungen wie ein 2-Tonnen-Flugzeug bezahlen lassen, da das Ultraleichtflugzeug, mit dem wir fliegen, mit deutschem Kennzeichen keine Zahlen hat, sondern nur Buchstaben...). Montalto verlangte 50 € pro Woche für das Parken und keinen Euro für die Landungen.
Das Personal ist sehr nett und hilfsbereit. Eine Landung dort kann ich wirklich empfehlen!
Die Route war also: Kamenz (EDCM) - Pirna (EDAR) - Deggendorf (EDMW) - Trento (LIDT) - Montalto Dora (TO10).
In Pirna haben wir bei den Eltern meiner Frau geschlafen, um am Samstag, 24.07. um 6 Uhr zu starten.
Die Stopps in Deggendorf und Trento dienten zum Tanken (und in Trento auch für ein gutes Mittagessen).
Deggendorf öffnet normalerweise um 10 Uhr, aber der Flugleiter ist sehr nett und hilfsbereit, also haben wir uns um 8 Uhr zum Tanken verabredet.
Der Abschnitt von Trento nach Montalto (nach den Erfahrungen von vor zwei Jahren) war geplant über Tonale und Sondrio.
Der Flug war sehr kurz (21 Minuten) und absolut unproblematisch, da der Flugplatz Pirna von oben gut zu erkennen ist.
Das war auch kein Umweg, da Pirna genau auf der Strecke Kamenz – LALUK – Deggendorf liegt.

Nach den üblichen Vorflugkontrollen verabschieden wir uns von meinem Schwiegervater, der uns zum Flugplatz gebracht hat, steigen ins Flugzeug und heben ab. Der Flugleiter bat uns, nach dem Abflug rechts abzubiegen (etwas früher als die normale Strecke), um den Schlaf derjenigen, die direkt neben der Landebahn wohnen, nicht zu stören. Da die Piste lang genug ist, um hoch zu kommen und die Kurve sicher zu machen, war das gar kein Problem.

Wir peilen daher LALUK (IFR-Meldepunkt an der Grenze zu Tschechien) an, erreichen Most kurz nach LALUK, überfliegen ein noch schlafendes Tschechien (es war 7 Uhr morgens!) und kommen wieder in Deutschland an.
Eine Stunde und vierzig Minuten nach dem Abflug landen wir in Deggendorf, drei Minuten früher als geplant.
Nach der Erfahrung von vor zwei Jahren beschließe ich, so schnell wie möglich zu steigen, um Probleme vor den Alpen zu vermeiden.
Leider hat die von uns verwendete Tecnam P92 wie vor zwei Jahren nur einen Transponder Mode C, also hätten wir theoretisch unter 5000 ft bleiben sollen. In der Praxis können wir aber so hoch steigen, wie wir wollen, wenn wir das in Abstimmung mit der FIS machen. Die FIS genehmigt das fast immer. Diesen „Trick“ habe ich letztes Jahr bei einem Gespräch mit einer Person der Deutschen Flugsicherung während eines Weiterbildungskurses gelernt.
Wir passieren dann den Chiemsee schon deutlich über 5000 ft.

Während des gesamten Fluges hatten wir immer das Glück, einen guten Rückenwind zu haben:

Leider beginnt uns das gute Wetter zu verlassen. In Österreich gab es viele Wolken, zum Glück aber höher als die Berge:

Und auch in Italien verschärfte sich die Lage leider. Obwohl die Sichtflugbedingungen noch herrschten, war das Wetter deutlich schlechter als in Deutschland.
Das war mir schon vor dem Abflug bekannt, also war ich schon vorbereitet. Jedenfalls war mein Teddybär fest auf meinem Schoß (und meine Frau hielt den Papa Schlumpf) ...

Die Piste ist ausgezeichnet, das Personal sehr nett und das Restaurant einfach wunderbar.
Nach dem Tanken und Mittagessen machen wir uns bereit für die letzte Etappe nach Montalto Dora.
Problem: Die Wolken über dem Tonalepass waren zu tief. Wir mussten daher den Weg ändern. Da ich für diese Strecke keinen Flugplan eröffnet hatte, war das sehr einfach gemacht. Wir sind dann, wie vor zwei Jahren, zwischen den Alpen und Milano über den Gardasee geflogen.

Wir sind daher aufgrund der Luftraumstruktur in Italien etwas niedrig geflogen. Diesmal waren die Turbulenzen jedoch aufgrund des bedeckten Himmels sehr gering.
Wir kamen in Biella an und bereiteten uns darauf vor, über die Serra (ein Moränenhügel zwischen Biellese und Canavese) zu fliegen, um in Montalto Dora zu landen, als ich sehr dunkle Wolken vor uns sah.
Wenige Sekunden später hat uns der Sturm erreicht.
Da man mit Gewitter nicht diskutieren kann, biege ich am Rand des Kunstfluges nach links ab und fliege mit Höchstgeschwindigkeit in Richtung Cerrione, während meine Frau die Frequenz des Flugplatzes sucht.
Wir haben es noch geschafft "trocken" zu landen, aber wir haben es nicht mal geschafft, das Flugzeug zu parken, als uns der Sturm erreicht hat. In den etwa 20 Metern, die das Flugzeug vom Flugplatzgebäude trennten, haben wir wirklich "geduscht".
Jedenfalls ist nach etwa einer Stunde der Sturm vorbei und, nachdem wir meine Eltern telefonisch beruhigt haben, heben wir ab und erreichen innerhalb von 12 Minuten Montalto Dora.

Wie man sehen kann, ist die Piste in Montalto Dora aus Gras. Trotzdem (der einzige mir bekannte Fall) haben sie es geschafft, die Landebahnrichtung mit Beton zu schreiben. Die Nummer gibt es seit 1983. Ich bin gespannt, was sie machen werden, wenn sich die Nummer wegen der magnetischen Variation ändert.
Es ist jedoch eine ausgezeichnete Idee, da die Piste auch von Weitem gut erkennbar ist.
Von der Serra kommend, muss man recht schnell sinken, da der Flugplatz nicht einmal zwei Minuten entfernt ist.
Der Endanflug ist auch etwas Besonderes, da man über ziemlich hohe Bäume und Hochspannungsleitungen fliegen muss.
Bis hinter die Bäume muss man eine Höhe von 1200 ft einhalten und danach sehr schnell sinken. Die Piste ist jedoch lang genug, um dieses Manöver sicher durchzuführen.

Über unseren Aufenthalt in Italien kann ich nur sehr wenig sagen. Am liebsten wären wir wenigstens nach Aosta oder Massa Cinquale (zum Meer) geflogen, aber wie gesagt hat das Wetter anders entschieden und wir mussten uns mit kurzen Flügen über Biella und Ivrea begnügen...
Der Rückflug wurde auch einen Tag früher als geplant gemacht, da die Wettervorhersage für Sonntag, den 08.08. sehr schlecht war (zumindest in den Alpen).
Der Flug nach Trento erfolgte jedoch über das Sondrio-Tal und den Tonale-Pass. Es war machbar, aber man musste etwas aufpassen, da die Wolken nicht zu hoch waren.

Trotzdem konnten wir auch auf dem Rückweg von Rückenwind profitieren:

Die Ankunft am Tonale-Pass war etwas schwer, da wir auf die Wolken achten mussten:

Genauso viel Aufmerksamkeit war bei den Kurven angesagt, da der Rückenwind zugenommen hatte:

Aber am Ende sind wir am Flugplatz Trento angekommen:

Hier halten wir für die Nacht. Das bereits vor zwei Jahren ausgezeichnete Hotel wurde noch verbessert.
Glücklicherweise konnte uns das Personal ein Zimmer geben, da wir das gebuchte für die Nacht zwischen Samstag 07. und Sonntag 08. nicht nutzen konnten, denn wir sind einen Tag früher als geplant angekommen.
Wir haben also ein Einzelzimmer mit eineinhalb Einzelbetten bekommen, das mehr als groß genug war, um zu zweit gut zu schlafen.
Wir essen Abendbrot und gehen spazieren, um zu verdauen. Bei Sonnenuntergang war fast kein Wind mehr, die Wolken waren verschwunden und die Sicht ausgezeichnet.
Schade, dass Ultraleichtflugzeuge nachts nicht fliegen dürfen, sonst wäre es eine gute Idee gewesen, in dem Moment abzureisen...
Das Wetter in Italien war nicht hervorragend, aber auch nicht zu schlecht. Für Österreich befürchtete ich einige niedrige Wolken (die GAFOR signalisierte D/D/D), aber das sah machbar aus.
Wir gehen dann ins Restaurant zum Frühstücken und um die Flugpläne zu öffnen.
Nach dem Frühstück gehen wir zum Flugzeug und machen uns startklar.
Nach Bolzano teilte uns ein Flugzeug aus Österreich mit, dass die Wolken über dem Brennerpass über 7000 ft waren (der Brennerpass selbst liegt auf 6145 ft), also machbar.
Er teilte uns auch mit, dass es in Österreich "etwas turbulent" sein kann.
Meine Entscheidung, über Castelletto und Brixen zu fliegen, war richtig, da in Italien die Wolken noch etwas tief waren.
Wir fliegen daher immer die Autobahn entlang bis nach Österreich. Und hier fangen "die kleinen Turbulenzen" an... Bei 70 km/h Wind würde ich sagen, der richtige Name wäre Föhn...
Aus verständlichen Gründen konnte ich keine Fotos machen.
Nach einer kurzen Rücksprache mit dem Innsbrucker Turm habe ich entschieden, den Flugplan zu ändern. Über Kufstein nach Deutschland zu fliegen, war einfach nicht machbar.
Innsbruck rät uns, über die N1 und den Scharnitzpass zu fliegen, wo laut ihnen der Wind weniger wehte. Tatsächlich war der Wind hier nicht mehr als 40 km/h.
Wir kommen endlich in Deutschland an, etwa 50 km westlicher als geplant.
In jedem Fall ist das Schlimmste überstanden. Immer mit Rückenwind (zwischen 5 und 25 km/h) fliegen wir runter und kommen in Sichtweite von Deggendorf an:

Diese Route ist sehr einfach. Die Berge, die Deutschland von Tschechien trennen, sind klein im Vergleich zu den Alpen, denn 5000 ft reichen aus, um sie problemlos zu überfliegen.
Während der gesamten Flugdauer hatten wir immer Rückenwind. Es ist mir noch nie passiert, Hin- und Rückflug mit Rückenwind zu fliegen. Besser so...
Die FIS Praha hat uns auf Fallschirmaktivität in Plzen hingewiesen und deshalb haben wir den Flugplatzbereich sorgfältig gemieden.
Nach dem Passieren des Erzgebirges kehren wir nach Deutschland zurück und bereiten uns auf die Landung in Kamenz vor.
Hier war es schon etwas windig, aber immer noch machbar, vor allem für diejenigen, die vor ein paar Stunden mit dem Föhn zu kämpfen hatten...
Ich habe schon vor zwei Jahren gesagt, dass das Fliegen über die Alpen nicht zu unterschätzen ist. Ich würde es niemandem mit weniger als 100-150 Flugstunden empfehlen.
Bei einem Wetter wie dem dieses Jahres würde ich sogar sagen, dass der Pilot mindestens 300-400 Flugstunden haben und das verwendete Flugzeug sehr gut kennen muss.
Aber mit der Maßnahme, so schnell wie möglich zu steigen (in unserem Fall in Absprache mit der FIS) kann auch ein kleines Ultraleichtflugzeug mit nur 80 PS problemlos die Strecke fliegen, auch mit zwei Personen und Gepäck an Bord (natürlich nur das Nötigste!) .
Ich habe bereits vor zwei Jahren berichtet, dass der FIS in Italien eine nahezu ununterbrochene Kommunikation und geschätzte Zeiten für jeden Teil des Fluges von einem Meldepunkt zum anderen verlangt.
Eine gute Flugplanung ist daher unabdingbar.
Ein Freund von mir, Fluglehrer in Italien, gab mir einige Tipps für die Funkkommunikation mit den Flugplätzen auf Italienisch (was ich auch gemacht habe!), aber er empfiehlt mir unbedingt, mit der italienischen FIS weiter Englisch zu funken.
Der Grund? Wie ich schon vor zwei Jahren gemerkt hatte, sprechen die italienischen Lotsen sehr schlecht Englisch. Wenn sie denken, dass der Pilot kein Italienisch kann und sie deswegen mit ihm Englisch funken müssen, lassen sie ihn in Ruhe.
Tatsächlich habe ich gemerkt, dass diejenigen, die Italienisch funkten, viel mehr sprechen mussten als ich ... Guter Tipp, also...
Zum Überfliegen der Alpen kann ich noch etwas sagen: Ein gutes GPS ist eine große Hilfe, aber die Idee, auf der direkten Linie zwischen zwei Punkten zu fliegen, ist oft eine schlechte Idee! Im besten Fall muss man sehr hoch steigen, um Berge zu überfliegen (die aber oft einfach zu umfliegen sind) und dies ist nicht immer möglich.
Eine gute Idee ist es, entlang der Autobahnen zu fliegen, die immer an den tiefsten Punkten des Tals gebaut werden und per Definition frei von wesentlichen Hindernissen sind.
Der Flug muss daher sorgfältig durch das Studium der Karten geplant werden!
Und jetzt fangen wir an, den Flug für den Urlaub im nächsten Jahr vorzubereiten ...
Wir haben auch noch entschieden, wieder nach Italien zu fliegen, um Freunde und Verwandte zu besuchen und einige Geburtstage zu feiern.
Wir haben diese Tour bereits vor zwei Jahren gemacht. Nach den Erfahrungen (und Fehlern!) des letzten Mals haben wir die Route leicht geändert.
Andere Veränderungen wurden vom Wetter beschlossen, das uns dieses Jahr besonders hasste...

Da ich vor zwei Jahren gesehen habe, dass ein Zwischenstopp in Österreich den Flug nur verlängert, ohne Vorteile zu bringen, haben wir uns entschieden, die Strecke an einem Tag zu fliegen.
Um so früh wie möglich die Alpen zu passieren, haben wir entschieden, nicht von Kamenz (wo man viel Geld bezahlen muss, damit man um 6 Uhr starten kann), sondern von Pirna zu starten, wo für eine kleine Spende der Flugleiter um 6 Uhr für uns am Flugplatz war.
Auch das Ziel war anders. Anstatt in Cerrione zu landen, haben wir entschieden, in Montalto Dora, in der Nähe von Ivrea, zu landen. Etwas unbequemer zu erreichen vom Haus meiner Eltern, aber viel billiger (Vor zwei Jahren hat uns Cerrione für Landungen wie ein 2-Tonnen-Flugzeug bezahlen lassen, da das Ultraleichtflugzeug, mit dem wir fliegen, mit deutschem Kennzeichen keine Zahlen hat, sondern nur Buchstaben...). Montalto verlangte 50 € pro Woche für das Parken und keinen Euro für die Landungen.
Das Personal ist sehr nett und hilfsbereit. Eine Landung dort kann ich wirklich empfehlen!
Die Route war also: Kamenz (EDCM) - Pirna (EDAR) - Deggendorf (EDMW) - Trento (LIDT) - Montalto Dora (TO10).
In Pirna haben wir bei den Eltern meiner Frau geschlafen, um am Samstag, 24.07. um 6 Uhr zu starten.
Die Stopps in Deggendorf und Trento dienten zum Tanken (und in Trento auch für ein gutes Mittagessen).
Deggendorf öffnet normalerweise um 10 Uhr, aber der Flugleiter ist sehr nett und hilfsbereit, also haben wir uns um 8 Uhr zum Tanken verabredet.
Der Abschnitt von Trento nach Montalto (nach den Erfahrungen von vor zwei Jahren) war geplant über Tonale und Sondrio.
Vor-Etappe: Kamenz (EDCM) - Pirna (EDAR)
Wie bereits erwähnt, haben wir uns für den Abflug von Pirna entschieden, da der Abflug um 6 Uhr viel weniger kostet als in Kamenz...Der Flug war sehr kurz (21 Minuten) und absolut unproblematisch, da der Flugplatz Pirna von oben gut zu erkennen ist.
Das war auch kein Umweg, da Pirna genau auf der Strecke Kamenz – LALUK – Deggendorf liegt.

Erste Etappe: Pirna (EDAR) - Deggendorf (EDMW)
Am 24.07. war das Wetter zumindest in Deutschland herrlich: kein Wind, klarer Himmel, kühl, aber nicht kalt.Nach den üblichen Vorflugkontrollen verabschieden wir uns von meinem Schwiegervater, der uns zum Flugplatz gebracht hat, steigen ins Flugzeug und heben ab. Der Flugleiter bat uns, nach dem Abflug rechts abzubiegen (etwas früher als die normale Strecke), um den Schlaf derjenigen, die direkt neben der Landebahn wohnen, nicht zu stören. Da die Piste lang genug ist, um hoch zu kommen und die Kurve sicher zu machen, war das gar kein Problem.

Wir peilen daher LALUK (IFR-Meldepunkt an der Grenze zu Tschechien) an, erreichen Most kurz nach LALUK, überfliegen ein noch schlafendes Tschechien (es war 7 Uhr morgens!) und kommen wieder in Deutschland an.
Eine Stunde und vierzig Minuten nach dem Abflug landen wir in Deggendorf, drei Minuten früher als geplant.
Zweite Etappe: Deggendorf (EDMW) - Trento (LIDT)
Hier tanken wir, danach die übliche Toilettenpause und ein zweites Frühstück, schließlich heben wir ab nach Italien.Nach der Erfahrung von vor zwei Jahren beschließe ich, so schnell wie möglich zu steigen, um Probleme vor den Alpen zu vermeiden.
Leider hat die von uns verwendete Tecnam P92 wie vor zwei Jahren nur einen Transponder Mode C, also hätten wir theoretisch unter 5000 ft bleiben sollen. In der Praxis können wir aber so hoch steigen, wie wir wollen, wenn wir das in Abstimmung mit der FIS machen. Die FIS genehmigt das fast immer. Diesen „Trick“ habe ich letztes Jahr bei einem Gespräch mit einer Person der Deutschen Flugsicherung während eines Weiterbildungskurses gelernt.
Wir passieren dann den Chiemsee schon deutlich über 5000 ft.

Während des gesamten Fluges hatten wir immer das Glück, einen guten Rückenwind zu haben:

Leider beginnt uns das gute Wetter zu verlassen. In Österreich gab es viele Wolken, zum Glück aber höher als die Berge:

Und auch in Italien verschärfte sich die Lage leider. Obwohl die Sichtflugbedingungen noch herrschten, war das Wetter deutlich schlechter als in Deutschland.
Das war mir schon vor dem Abflug bekannt, also war ich schon vorbereitet. Jedenfalls war mein Teddybär fest auf meinem Schoß (und meine Frau hielt den Papa Schlumpf) ...


Dritte Etappe: Trento (LIDT) - Montalto Dora (TO10)
Wir sind dann in Trento gut gelandet. Über den Flugplatz hatte ich schon vor zwei Jahren gesprochen und kann mich nur wiederholen.Die Piste ist ausgezeichnet, das Personal sehr nett und das Restaurant einfach wunderbar.
Nach dem Tanken und Mittagessen machen wir uns bereit für die letzte Etappe nach Montalto Dora.
Problem: Die Wolken über dem Tonalepass waren zu tief. Wir mussten daher den Weg ändern. Da ich für diese Strecke keinen Flugplan eröffnet hatte, war das sehr einfach gemacht. Wir sind dann, wie vor zwei Jahren, zwischen den Alpen und Milano über den Gardasee geflogen.

Wir sind daher aufgrund der Luftraumstruktur in Italien etwas niedrig geflogen. Diesmal waren die Turbulenzen jedoch aufgrund des bedeckten Himmels sehr gering.
Wir kamen in Biella an und bereiteten uns darauf vor, über die Serra (ein Moränenhügel zwischen Biellese und Canavese) zu fliegen, um in Montalto Dora zu landen, als ich sehr dunkle Wolken vor uns sah.
Wenige Sekunden später hat uns der Sturm erreicht.
Da man mit Gewitter nicht diskutieren kann, biege ich am Rand des Kunstfluges nach links ab und fliege mit Höchstgeschwindigkeit in Richtung Cerrione, während meine Frau die Frequenz des Flugplatzes sucht.
Wir haben es noch geschafft "trocken" zu landen, aber wir haben es nicht mal geschafft, das Flugzeug zu parken, als uns der Sturm erreicht hat. In den etwa 20 Metern, die das Flugzeug vom Flugplatzgebäude trennten, haben wir wirklich "geduscht".
Jedenfalls ist nach etwa einer Stunde der Sturm vorbei und, nachdem wir meine Eltern telefonisch beruhigt haben, heben wir ab und erreichen innerhalb von 12 Minuten Montalto Dora.

Wie man sehen kann, ist die Piste in Montalto Dora aus Gras. Trotzdem (der einzige mir bekannte Fall) haben sie es geschafft, die Landebahnrichtung mit Beton zu schreiben. Die Nummer gibt es seit 1983. Ich bin gespannt, was sie machen werden, wenn sich die Nummer wegen der magnetischen Variation ändert.
Es ist jedoch eine ausgezeichnete Idee, da die Piste auch von Weitem gut erkennbar ist.
Von der Serra kommend, muss man recht schnell sinken, da der Flugplatz nicht einmal zwei Minuten entfernt ist.
Der Endanflug ist auch etwas Besonderes, da man über ziemlich hohe Bäume und Hochspannungsleitungen fliegen muss.
Bis hinter die Bäume muss man eine Höhe von 1200 ft einhalten und danach sehr schnell sinken. Die Piste ist jedoch lang genug, um dieses Manöver sicher durchzuführen.

Rückflug, erste Etappe: Montalto Dora (TO10) - Trento (LIDT)
Nach zwei Wochen schlechtem Wetter, das auch in der Gegend von Biella erhebliche Schäden verursacht hat (Ich war sehr froh, dass das Flugzeug im Hangar geparkt war! Schon in der ersten Nacht hätte ein sehr starker Sturm ernsthafte Schäden am Flugzeug verursacht...) und nachdem wir Freunde und Verwandte wieder gesehen haben, bereiten wir uns auf die Rückkehr vor.Über unseren Aufenthalt in Italien kann ich nur sehr wenig sagen. Am liebsten wären wir wenigstens nach Aosta oder Massa Cinquale (zum Meer) geflogen, aber wie gesagt hat das Wetter anders entschieden und wir mussten uns mit kurzen Flügen über Biella und Ivrea begnügen...
Der Rückflug wurde auch einen Tag früher als geplant gemacht, da die Wettervorhersage für Sonntag, den 08.08. sehr schlecht war (zumindest in den Alpen).
Der Flug nach Trento erfolgte jedoch über das Sondrio-Tal und den Tonale-Pass. Es war machbar, aber man musste etwas aufpassen, da die Wolken nicht zu hoch waren.

Trotzdem konnten wir auch auf dem Rückweg von Rückenwind profitieren:

Die Ankunft am Tonale-Pass war etwas schwer, da wir auf die Wolken achten mussten:

Genauso viel Aufmerksamkeit war bei den Kurven angesagt, da der Rückenwind zugenommen hatte:

Aber am Ende sind wir am Flugplatz Trento angekommen:

Hier halten wir für die Nacht. Das bereits vor zwei Jahren ausgezeichnete Hotel wurde noch verbessert.
Glücklicherweise konnte uns das Personal ein Zimmer geben, da wir das gebuchte für die Nacht zwischen Samstag 07. und Sonntag 08. nicht nutzen konnten, denn wir sind einen Tag früher als geplant angekommen.
Wir haben also ein Einzelzimmer mit eineinhalb Einzelbetten bekommen, das mehr als groß genug war, um zu zweit gut zu schlafen.
Wir essen Abendbrot und gehen spazieren, um zu verdauen. Bei Sonnenuntergang war fast kein Wind mehr, die Wolken waren verschwunden und die Sicht ausgezeichnet.
Schade, dass Ultraleichtflugzeuge nachts nicht fliegen dürfen, sonst wäre es eine gute Idee gewesen, in dem Moment abzureisen...
Rückflug, zweite Etappe: Trento (LIDT) - Deggendorf (EDMW)
Samstagmorgen kurz vor dem Frühstück prüfe ich das Wetter und rufe den Flugplatz an, um mich beraten zu lassen.Das Wetter in Italien war nicht hervorragend, aber auch nicht zu schlecht. Für Österreich befürchtete ich einige niedrige Wolken (die GAFOR signalisierte D/D/D), aber das sah machbar aus.
Wir gehen dann ins Restaurant zum Frühstücken und um die Flugpläne zu öffnen.
Nach dem Frühstück gehen wir zum Flugzeug und machen uns startklar.
Nach Bolzano teilte uns ein Flugzeug aus Österreich mit, dass die Wolken über dem Brennerpass über 7000 ft waren (der Brennerpass selbst liegt auf 6145 ft), also machbar.
Er teilte uns auch mit, dass es in Österreich "etwas turbulent" sein kann.
Meine Entscheidung, über Castelletto und Brixen zu fliegen, war richtig, da in Italien die Wolken noch etwas tief waren.
Wir fliegen daher immer die Autobahn entlang bis nach Österreich. Und hier fangen "die kleinen Turbulenzen" an... Bei 70 km/h Wind würde ich sagen, der richtige Name wäre Föhn...
Aus verständlichen Gründen konnte ich keine Fotos machen.
Nach einer kurzen Rücksprache mit dem Innsbrucker Turm habe ich entschieden, den Flugplan zu ändern. Über Kufstein nach Deutschland zu fliegen, war einfach nicht machbar.
Innsbruck rät uns, über die N1 und den Scharnitzpass zu fliegen, wo laut ihnen der Wind weniger wehte. Tatsächlich war der Wind hier nicht mehr als 40 km/h.
Wir kommen endlich in Deutschland an, etwa 50 km westlicher als geplant.
In jedem Fall ist das Schlimmste überstanden. Immer mit Rückenwind (zwischen 5 und 25 km/h) fliegen wir runter und kommen in Sichtweite von Deggendorf an:

Rückflug, dritte Etappe: Deggendorf (EDMW) - Kamenz (EDCM)
Wir tanken, essen ein paar Kekse und fliegen nach Kamenz. Da die Ankunft während der normalen Öffnungszeiten des Flugplatzes geplant war, wäre eine weitere Landung in Pirna sinnlos gewesen.Diese Route ist sehr einfach. Die Berge, die Deutschland von Tschechien trennen, sind klein im Vergleich zu den Alpen, denn 5000 ft reichen aus, um sie problemlos zu überfliegen.
Während der gesamten Flugdauer hatten wir immer Rückenwind. Es ist mir noch nie passiert, Hin- und Rückflug mit Rückenwind zu fliegen. Besser so...
Die FIS Praha hat uns auf Fallschirmaktivität in Plzen hingewiesen und deshalb haben wir den Flugplatzbereich sorgfältig gemieden.
Nach dem Passieren des Erzgebirges kehren wir nach Deutschland zurück und bereiten uns auf die Landung in Kamenz vor.
Hier war es schon etwas windig, aber immer noch machbar, vor allem für diejenigen, die vor ein paar Stunden mit dem Föhn zu kämpfen hatten...
Zusammenfassung
Auch diese Ferien sind zu Ende ...Ich habe schon vor zwei Jahren gesagt, dass das Fliegen über die Alpen nicht zu unterschätzen ist. Ich würde es niemandem mit weniger als 100-150 Flugstunden empfehlen.
Bei einem Wetter wie dem dieses Jahres würde ich sogar sagen, dass der Pilot mindestens 300-400 Flugstunden haben und das verwendete Flugzeug sehr gut kennen muss.
Aber mit der Maßnahme, so schnell wie möglich zu steigen (in unserem Fall in Absprache mit der FIS) kann auch ein kleines Ultraleichtflugzeug mit nur 80 PS problemlos die Strecke fliegen, auch mit zwei Personen und Gepäck an Bord (natürlich nur das Nötigste!) .
Ich habe bereits vor zwei Jahren berichtet, dass der FIS in Italien eine nahezu ununterbrochene Kommunikation und geschätzte Zeiten für jeden Teil des Fluges von einem Meldepunkt zum anderen verlangt.
Eine gute Flugplanung ist daher unabdingbar.
Ein Freund von mir, Fluglehrer in Italien, gab mir einige Tipps für die Funkkommunikation mit den Flugplätzen auf Italienisch (was ich auch gemacht habe!), aber er empfiehlt mir unbedingt, mit der italienischen FIS weiter Englisch zu funken.
Der Grund? Wie ich schon vor zwei Jahren gemerkt hatte, sprechen die italienischen Lotsen sehr schlecht Englisch. Wenn sie denken, dass der Pilot kein Italienisch kann und sie deswegen mit ihm Englisch funken müssen, lassen sie ihn in Ruhe.
Tatsächlich habe ich gemerkt, dass diejenigen, die Italienisch funkten, viel mehr sprechen mussten als ich ... Guter Tipp, also...

Zum Überfliegen der Alpen kann ich noch etwas sagen: Ein gutes GPS ist eine große Hilfe, aber die Idee, auf der direkten Linie zwischen zwei Punkten zu fliegen, ist oft eine schlechte Idee! Im besten Fall muss man sehr hoch steigen, um Berge zu überfliegen (die aber oft einfach zu umfliegen sind) und dies ist nicht immer möglich.
Eine gute Idee ist es, entlang der Autobahnen zu fliegen, die immer an den tiefsten Punkten des Tals gebaut werden und per Definition frei von wesentlichen Hindernissen sind.
Der Flug muss daher sorgfältig durch das Studium der Karten geplant werden!
Und jetzt fangen wir an, den Flug für den Urlaub im nächsten Jahr vorzubereiten ...